Die letzte Gang der Stadt !
Gastblogtrag von Alex
Samstag, der 13.
Wir wachten in Sofia auf. Wir, das sind die beiden auf ihrem schicksalshaften Radweg, Nadine und ich. Zu viert hatten wir uns in der Haupstadt Bulgariens versammelt, um drei Dinge gemeinsam zu genießen: Richtige Betten, richtig viel Essen und hoffentlich ein paar nette Eindrücke Sofias. Ersteres stellte für Nadine und keinen größeren Luxus dar, doch unsere beiden Gefährten hatten nach etwa der Hälfte ihres gemeinsamen Weges ordentliche Matratzen spürbar vermisst. Neben den bequemen Schlafgelegenheiten erfreuten sich unsere Helden auch den inspirierenden Duschen. Natürlich geht der Samstag zunächst mit einem gemeinsamen Frühstück los. Nach der, im Vergleich zu dem, was uns erwartete, durchaus bescheidenen Mahlzeit ging es raus in die Stadt. Der April umspülte uns mit frischer Feuchtigkeit, doch das ließ uns nicht beirren, ein wenig durch die Innenstadt zu laufen.
Wir liefen an einigen netten Sehenswürdigkeiten vorbei—das Parlament, ein Theater, ein Park, schließlich landeten wir bei Ruinen, die teilweise noch aus der spätrömischen Vergangenheit Sofias stammten! Bzw. Serdicas, wie die Ortschaft damals hieß. Wir begutachteten die Fundstücke, die beim Bau der örtlichen U-Bahn vor wenigen Jahren entdeckt wurden, und liefen danach weiter durch die Fußgängerzohne, von der aus man bei gutem Wetter einen hervorragenden Blick auf den nahegelegenen Vitosha haben sollte. Der Berg ragte jedoch lediglich in eine Wolkendecke hinein, sodass Simon erstmal keine Gelegenheit dazu fand, die noch schneebedeckten Gipfel zu fotografieren. Wir aßen in einem netten Restaurant mit industriellem Stil zu mittag und machten uns danach in breiterem Bogen nachhause auf. Am Nationalen Kulturpalast vorbei gingen wir gemächlich in die Wohnung, wo wir uns ein wenig für unser anstehendes Abendprogramm ausruhten:
Wir besuchten Pod Lipite, ein gerade bei Touristen sehr beliebtes Restaurant, das authentische, bulgarische Küche und zwischendurch sogar ein wenig Volksmusik bot. Philipp und Simon erfreuten sich der deftigen bulgarischen Kost, Nadine und ich hatten Gefallen an den vegetarischen Spezialitäten, und wir alle aßen auch ein leckeres Dessert oder zwei.
Danach ging es wieder nachhause—das Lokal war fußläufig gelegen. Der Weg führte an einem der zwei benachbarten Stadien vorbei, wo wohl einer der Fußballclubs Sofia (CSKA) gerade ein Heimspiel bestritt. Dicker Rauch stieg aus den Tribünen in den Nachthimmel, doch dieser quasi-Vulkan kümmerte uns nicht, denn in der Wohnung erwarteten uns Gin und Tonic Water.
Ein geselliger Abend bei Trank und Spiel ging viel zu schnell vorüber, und nicht sehr lang nach Mitternacht waren wir auch schon bettfertig. Wir freuten uns auf den nächsten Tag, der hoffentlich mehr Sonne und auf jeden Fall einiges an weiterem Essen versprach.






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