Endlich angekommen ... in Sofia!!
12.04
Wir wachen auf unserem Ackerwiesenstück auf und bauen enthusiastisch zusammen. Nur 70 km bis Sofia, also nix wie los.
Leider verkraften unsere Räder das Schieben über den Acker nicht so gut, denn die matschige Erde verklemmt sich unter den Schutzblechen. Kurz bevor wir die Straße erreichen und wir gedanklich schon am Säubern der Räder sind, hält dort plötzlich ein Tandem mit zwei Männern an. Schwer bepackt und mit noch einem Anhänger hinter dem Rad sieht es etwas skurril aus. Offenbar reisen sie so wie wir. Aber warum auf einem Tandem?
Diese Form des Reisens hat dür die beiden jedoch einen guten Grund. Nach dem Kennenlernen erfahren wir, dass die beiden aus Bologna kommen und bis nach China wollen. Das eigentlich fastinierende und inspirierende ist jedoch, dass der hintere der beiden komplett erblindet ist. Daher auch die Wahl des Tandems. Wir sind beide sehr beeindruckt über die beiden und auch über die Strecke die sie auf diese Weise schon zurückgelegt haben.
Als die beiden weiterfahren schauen wir ihnen noch kurz ungläubig hinterher, dann geht es ans Fahrrad saubermachen.
Es sind nur wenige Kilometer bis zur bulgarischen Grenze, die restlichen Dinar wollen noch ausgegeben werden und so halten wir knapp vor dem Übergang noch an einer Tankstelle. Ein letzter Börek und Wasser zum Auffüllen der Flaschen bringen uns auf fast 0 Forint. Zusätzlich treffen wir einen netten kroatischen Mann der eine Zeit in Deutschland gelebt hat und sehr gut Englisch spricht. Wir haben eine kurze Unterhaltung und er schenkt uns noch kleine Waffeln... sharing is caring!
1 km weiter heisst es wieder Pässe raus und hello again Europäische Union. Wir fühlen uns komisch, denn bestimmt 1/3 der Leute die mit uns an der Grenze stehen sind Deutsche. Was machen die alle hier ?
Kaum in Bulgarien angekommen, werden wir auch vom Wetter willkommen geheißen. Stärkerer Wind, starker Regen und dann noch kurzzeitig Hagel. Wie schön! 10 Minuen später ist alles vorbei, wir fahren im Sonnenschein und drehen uns verwirrt ob des schnellen Wechsels zur schwarzen Gewitterwolke um.
Die Einfahrt nach Sofia erfolgt über die Autobahn, aber wir fühlen uns trotzdem sehr sicher, die Autos geben sich wirklich Mühe und achten sehr auf uns. Nochmal kurzer starker Wind, dann sind wir in der Masse der Häuser dieser großen Stadt verschwunden. Wir navigieren uns zu einem Cafeladen dessen Name nicht genannt wird (wir können sagen das er mit St... anfängt und mit ...arbucks aufhört), denn dort wartet bereits Nadine auf uns.
Riesenfreude als wir endlich bei ihr sind und wir warten nun gemeinsam auf unseren Freund und Gastgeber Alex, der mit dem Flugzeug gegen 19:00 ankommen wird.
In der Zwischenzeit gehen wir lecker essen bei einer in Bulgarien sehr bekannten Restaurantkette namens „Happy“. War sehr lecker nur waren die Bedienungen nicht sehr begeistert über die von Nadine selbstgebackenen Zimtschnecken die wir ebenfalls dort aßen. Frechheit sagen wir da nur !
Anschließend ging es in den Supermarkt um die Verpflegung für die Tage zu sichern. Während Simon und Nadine einkauften und Philipp auf die Räder aufpasste stieß endlich Alex dazu :)









Comments
Post a Comment