Ferry Tale

08.04

Früh checken wir im Hostel aus und holen uns erstmal super leckere Croissants und Börek beim Bäcker. Diese werden im Park vor der Sankt Mark Kirche verdrückt. Noch schnell etwas einkaufen und los geht's.
Wie fast immer werden wir vor dem Supermarkt von ein oder zwei Neugierigen gefragt, wo es denn hingeht oder wo wir herkommen. Selbst wenn Englisch manchmal nicht wirklich ausreicht, sind diese Gespräche doch immer wieder lustig!
Nach 16 km kommt unser erstes kleines Abenteuer: die Fähre ist verlassen und erst durch Befragen eines Bauern finden wir heraus dass sie anscheinend um 12 fährt, es ist 11. Also erstmal was essen. Schließlich erscheint eine Frau und setzt sich wartend neben uns. Gutes Zeichen!
Der Fährmann kommt pünktlich und hat ein T-Shirt an, auf dem groß und rot unterlegt "FUCK" steht. Er redet freundlich mit einer Frau und einem Mann auf einem Traktor, die ebenfalls mit möchten. 
Die Fähre ist eigentlich ein kleines Boot, was eine schwimmende Insel schiebt. Auf dieser stehen wir nun und schippern zum anderen Ufer.
Meine Bezahlgeste wird abgewunken und wir schieben unsere Räder von der Fähre vorbei an circa 7 wartenden Traktoren samt Besatzung. Alle wirken freundlich wenn auch angestrengt.
Der Weg auf der anderen Seite ist die Fahrt leider nicht wert. Es ist mal wieder ein Damm und ein kleines Wäldchen behindert den Blick auf die Donau. Außerdem ist der Weg unglaublich holprig und so holpern wir mittelmäßig vergnügt bestimmt 30km lang dahin. Unser Ziel: die Fähre bei Stara Palanka.
Nach 2/3 des Weges fangen wir an zu rechnen, ob wir die letzte Fahrt um 17:30 unter diesen Bedingungen noch schaffen könnten. Wir verlassen also bewusst den Holperweg zugunsten der zwar etwas längeren aber schnelleren Landstraße und geben Gas. So richtig. Und hey, der Wind ist auch wieder da, den kennen wir ja schon.
Die Spannung und Anspannung sind groß, wir reden kaum. Bis wir schließlich um 17:19 vorne am Wasser sind und die Fähre gerade einfahren sehen. Wir umarmen uns erleichtert und sind noch erleichterter, als der Fährmann uns abkassiert und wir gerade noch genug Bargeld haben, um die hart erkämpfte Überfahrt auch bezahlen zu können. Man will sich lieber kein anderes Szenario ausmalen.
Wir essen auf dem Boot ein bisschen und genießen die tolle Aussicht auf den an dieser Stelle riesigen Fluss, der aus mehreren Armen wieder zusammenfließt.
Drüben in Ram angekommen sehen wir eine Burg am Hügel stehen. Irgendwo hinter diesem Hügel, mit weiterhin tollem Blick, essen wir zu Abend und suchen uns schließlich kurz nach dem nächsten Ort einen Schlafplatz.
Wir sind fertig, aber glücklich und bereit für unseren letzten Tag an der Donau!








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