Große Berge, tiefe Täler geseh'n!

Die Berge rufen!

Wir entscheiden uns noch vor dem ersten Anstieg zu frühstücken und rollen uns bis dahin erstmal ein. 

Direkt neben einem Friedhof mitten im Nirgendwo finden wir unseren Essplatz und begutachten mal wieder die Art und Weise wie die Leute des Balkans ihren Toten gedenken. Mit den deutschen Friedhöfen hat das nicht viel gemein, eine Ordnung ist oft nicht zu erkennen, und die Gräber oft auch nicht, da drum herum unzählige Blumenkränze und auch Erinnerungsstücke liegen. 
Es ist alles in allem viel enger, dafür umso farbenfroher und zeigt den Stellenwert welche die Ahnen in diesem nicht sonderlich reichen Land einnehmen. 

Gestärkt vom Essen beginnt das Einfahren in den ersten Anstieg, welcher ungefähr 12 km lang ist, dafür aber nicht so steil wie erwartet. Trotzdem sind wir aus der Puste als wir über die Kuppe fahren. Dann aber hat uns die Aussicht fest im Griff. Die Schönheit des letzten Donaustücks stetzt sich hier nahtlos fort, allerdings ist die Vegetation eine gänzlich andere. 

Das Wetter spielt mit, keine Wolke am Himmel, praller Sonenschein und wenig Wind helfen uns gut über den Tag. Denn nach der schnellen Abfahrt des ersten Berges kommt direkt der zweite kurze Anstieg. 
Dieser ist dafür umso steiler und zieht ganz schön an den Kraftreserven. 

Wir liegen super in der Zeit, die schönen Aussichten mildern die Strapazen der Berge ab und so erreichen wir gegen 14 Uhr die Stadt Zejaćar in der wir endlich unsere ersehnten Gaskartuschen finden und zusätzlich noch im gut sortierten Supermarkt einkaufen können. 
Aufgrund des Zeitpuffers entscheiden wir uns zu einer längeren Pause und testen ein Cafe sowie den lokalen Bäcker im Ort. Auch hier kann man nur sagen:
Die Serben können Backwaren!! 

Die letzten 35 km radeln wir dann entspannt im perfekten Licht der Spätnachmittagssonne. 
Es ist etwas kühler geworden, was uns sehr gelegen kommt und so hügeln wir immer leicht bergab und bergauf durch die Landschaft auf den nächsten Berg zu welchen es morgen zu erklimmen gilt. 

Die Natur genießen wir dabei in vollen Zügen. 
Vieles steht in der Blüte, überall zwitschern die Vögel und wir durchqueren kleine Örtchen, die perfekt in die Landschaft passen. Auf einem kleinen Anstieg kochen wir unser Abendessen (Nudeln mit Huhn und Zuccini in Tomatensauce) während wir dem Sonnenuntergang über den Bergspitzen zuschauen, danach schnell zusammengepackt und einen Schlafplatz gesucht. 

Diesen finden wir nach der Bergkuppe des kleinen Anstiegs in einem Tälchen, durch welches ein größerer Gebirgsbach fließt und über den eine wackelige Brücke der Marke Eigenkonstruktion gebaut ist. 
Wir hatten einen anstrengenden aber schönen ersten Tag in den Bergen und konnten die Etappe mit 110 km abschließen, was bedeutet wir können die letzten beiden Tage bis Sofia ruhiger angehen lassen! 

Nun wiegt uns das Wasserrauschen des Bachs in den wohlverdienten Schlaf und wir sind gespannt, was unsere Beine morgen zu den nächsten Bergkilometern sagen werden. 









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