Hellas und das große Muhen
17.04
Die Nacht war kalt, dennoch ist es kein schweres Aufstehen denn heute steht der Grenzübergang nach Griechenland auf dem Programm. Wir starten erst gegen 11:30 weil es zu schön ist im sich aufheizenden Zelt etwas aufzuwärmen. Als wir uns schließlich aufraffen bewundern wir erneut das tolle Panorama direkt vor unserer Haustür. Schon im nächsten Moment hat uns die Arbeit jedoch wieder denn nach gestern ist nun auch noch Simons Vorderreifen Uhr Nacht platt geworden.
Nach 20 Minuten ist der geflickte Reifen wieder einsatzbereit und wir schieben die Fahrräder den Schotterweg zur Straße hinauf. Hierbei fallen uns Leute auf, die im nahegelegenen Fluss scheinbar auf Goldsuche oder ähnlichem sind, jedenfalls haben sie die klassischen flachen Siebe dabei und stehen damit im Fluss.
Auch heute ist der Wind mit uns, es geht viel bergab, die Böen schieben uns zudem gut an. Zu unserer Linken erstreckt sich der Nationalpark mit seinen schneebedeckten Bergen, die Sonne lacht und so flitzen wir der bulgarisch-griechischen Grenze entgegen.
Kurz vor der Grenze ging es für uns wieder auf die Autobahn und damit einhergehend direkt in einen Stau voller LKW. Glücklicherweise konnten wir, klein wie wir sind, an den stehenden Riesen vorbeifahren und steuerten wie schon in Serbien das letzte Geschäft vor der Grenze an um die verbliebenen Leva auszugeben.
Der Grenzübergang selbst gestaltete sich sehr einfach denn wir wurden direkt durchgewunken. Fröhlich über die Tagesleistung stand nun die Schlafplatzsuche an. Direkt neben der Hauptstraße in der Schlucht gab es einen abgezäunten weiteren Weg, danach ein wenig Grün und dann ein Fluss der sich neben der Straße durch die Schlucht schlängelte.
Dort wollten wir hin, also durch das Gatter und zack schon hatten wir unseren Platz gefunden.
Das Zelt stand und wir waren beide beschäftigt, die Luftmatratzen und Schlafsäcke zu positionieren, da hörten wir das Läuten eines Glöckchens.
Als wir aufstanden standen keine 10 Meter von uns entfernt an die 40 Kühe mit großen Hörnern und grasten munter.
Zu wem sie gehörten ließ sich erstmal nicht ermitteln, doch gut 5 Minuten später erschien der Hirte mit seinen Hunden. Da er nur griechisch konnte gestaltete sich die Kommunikation als fast unmöglich und so zog er mit seinen Rindern weiter.
Einer seiner Hunde wollte jedoch partout nicht gehen und blieb noch bestimmt 20 Minuten bei uns zurück, ehe er dann doch die Heimreise antrat und wir uns endlich in die Schlafsäcke kuscheln konnten.








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