Leaving Paradise...
16.04
Wir erwachen zum letzten Mal in Sofia. Es ist ein wenig komisch dort ohne die anderen zu sein, trotzdem sind wir sehr dankbar für eine weitere Nacht mit Matratze.
Wir räumen unser Zeug zusammen, machen nochmal Kontrollgänge und verlassen schließlich unser kleines Paradies. Bevor es weitergeht muss noch der Schlüssel bei einem Freund der Radev‘schen Familie abgegeben werden und so wird sich in den Verkehr der Großstadt gestürzt. Es ist laut, es ist voll und die Straßenführung experimentell, trotzdem kommen wir heil am Ziel an.
Nächster Halt ist dann ein Baumarkt um eine Rolle Duct Tape zu kaufen, denn Philipps Radtasche ließ sich in Sofia nicht reparieren. Also muss die Allzweckwaffe her und so wird die Tasche am Gepäckträger festgeklebt.
Nach 20 km erscheint dann der große Berg des Tourabschitts bis nach Istanbul. 1.290 Höhenmeter, 15 km lang. Noch dazu beginnt es wieder zu nieseln und gepaart mit dem Fahrtwind sind sie Hände schnell zu Eisklötzen geworden. Nach eineinhalb Stunden ist der Gipfel erreicht, auf der Fahrt hinauf fanden sich tolle Aussichten über den Vitoscha mit den schneebedeckten Bergipfeln und auf der anderen Seite der Überblick über die Metropole Sofia.
Das schönste am Gipfel ist jedoch die Aussicht auf die sich ewig erstreckende Abfahrt. Es herrscht Nordwind, das bedeutet Rückenwind für uns und so geht es mit über 50 kmh den Berg wieder hinunter. Durch den besagten Wind kommen wir über den Tag sehr gut voran, fast ohne Anstrengung können wir ab jetzt die Landschaft genießen welche wirklich wunderschön ist.
Lediglich eine einzelne aber größere Regenwolke verfolgt uns hartnäckig, sodass wir uns etwas wie ein Mario Kart Charakter fühlen, wenn man nicht weiss wann die Wolke einen klein macht!
Gegen Abend dann die erste Probe unserer Reparaturfähigkeiten, denn Simons Hinterreifen wurde von Dornen zerstochen und ist platt. Auf dem Standstreifen der Landstraße wird das Flickzeug sowie der Ersatzschlauch ausgepackt und nach 10 Minuten kann es weitergehen. Kurz danach finden wir auch schon unseren Schlafplatz, direkt an einem plätschernden kleineren Fluss und mit Blick auf die Schneeberge. Die ersten 100 km auf dem Weg nach Griechenland sind geschafft. Wenn alles nach Plan läuft, findet morgen Abend der Grenzübergang statt, weswegen wir gespannt sind was der morgige Tag so bringt.








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