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27.04
Unser zweiter Tag in Istanbul! Nachdem wir gestern einen eher ungewöhnlichen ersten Tag verbracht haben, steht heute das volle Touri Programm an. Wir sitzen gegen viertel nach 8 oben auf der Dachterrasse und frühstücken, wobei wir Mats aus Deutschland und Wim aus Holland kennenlernen. Die beiden nehmen wir direkt mit und stehen pünktlich um 9 in der Schlange für das Hagia Sofía Museum. Auch hier gilt: Einfach mit der Reisegruppe an allen vorbei drängeln und mal schauen ob jemand was sagt. Wir lösen uns von unseren nordeuropäischen Zwängen und gehen ebenfalls einfach mal vor. Im Innenhof lauschen wir geschickt ein Paar fremden Tourguides und lesen eifrig die Tafeln, die im Außenflügel angebracht sind und uns die beeindruckende Geschichte dieses Ortes näher bringen. Ein Katze, welche in der nähe des Altars die hereinfallenden Sonnenstrahlen genießt zieht dennoch mehr Aufmerksamkeit auf sich als die alten Steine.
Mats trifft sich noch mit anderen Leuten, Wim treffen wir aber nach leckeren Köfte zum Mittagessen wieder. Wir wollen in die blaue Sultan Ahmed Moschee, es ist jedoch leider Gebetszeit und so ziehen wir weiter zu den Überbleibseln des Hippodroms. Hiervon ist leider wirklich nicht mehr viel übrig, man sieht lediglich Reste der Außenwände. Die Theodosius Zisterne dagegen ist sehr zu empfehlen. Der erst vor kurzem eröffnete antike Wasserspeicher bekam seinen Inhalt über Aquädukte aus dem im Norden liegenden Belgrader Wald eingespeist. Heute überzeugt die Säulenhalle durch ihr mystisches Ambiente und kostenlosen Eintritt.
Die Straßen werden immer voller als wir uns langsam aber sicher dem großen Basar nähern. Vorher stoppen wir noch kurz in einer sehr urigen Shisha-Bar und dann tauchen wir ein. Die Eindrücke stürzen nur so auf uns ein, Süßigkeiten, Teppiche, Shirts und alle Arten von Spielsachen, es gibt hier kaum etwas was es nicht gibt. Philipp legt sich nach hartem Verhandeln ein handgemachtes kleines Tavla/Schach-Spiel aus Holz zu.
Wir trudeln staunend durch das Labyrinth der Läden und kommen schließlich ins Freie, wo die Flut an Angeboten aber noch lange nicht abreißt. Hier gibt es jetzt eher Plastik Kram und Haushaltsgeräte, einfach alles was das Herz begehrt.
Schließlich landen wir auf dem Dach eines Restaurants nahe am Wasser mit Blick auf den Galata Turm auf der anderen Seite. Wir genießen das Essen und die sensationelle Aussicht und begeben uns direkt auf den Weg zum nächsten Menschengedränge, dem Gewürzmarkt! Es wird zu einer kleinen Herausforderung sich überhaupt noch fortzubewegen kurz bevor wir in die Hallen des Marktes hereinstolpern, doch einmal drinnen geht es wieder und wir sind berrauscht von den olfaktorischen und visuellen Reizen die auf uns einprasseln.
Wim und Simon erstehen eine kleine Schachtel Süßigkeiten, natürlich nicht ohne vorher ausgiebig zu probieren und schon tauchen wir wieder auf aus dem Menschenmeer.
Es zieht uns hinüber zu dem zuvor bewunderten Turm. Hier ist es jedoch zu voll, die Schlange steht durch das halbe Viertel und so genießen wir den Sonnenuntergang gemeinsam mit den unzähligen Anglern auf der Galata-Brücke.
Der Abend klingt danach entspannt auf unserer Hosteldachterrasse aus. Was für ein Tag!













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