Ode an die Donau

09.04

18 Tage! 
So lange war die Donau Teil unseres Weges, seit dem vierten Tag unser ständiger Begleiter. 
Heute werden wir sie verabschieden.

Aber von vorne:
Die Nacht war warm und trocken, daher ist es ein gutgelauntes Zusammenpacken und aufsitzen. 
Leider drücken uns weltliche Sorgen, denn wir haben kein Bargeld mehr und wir benötigen dringend eine Sim-Karte fürs Internet und eine weitere Gasflasche. 
Zum Glück ist die nächste Stadt etwas größer und bietet alle Möglichkeiten. Keine halbe Stunde und wir sind da! 
Geld und Karte lassen sich lösen, wir gehen noch einkaufen und finden einen leckeren Bäcker für das Frühstück. 
Gegen 11 geht es weiter, wieder entlang der Donau. 
Und was für ein letzter Abschnitt das ist! 
Die Natur ist atemberaubend, der Fluss öffnet sich auf fast Seengröße, nur um danach wieder in einer verengten Schlucht auf bekannte Ausmaße zu schrumpfen. Am andere Flussufer sehen wir die ganze Zeit Rumänien, da wir uns genau an der Grenze der beiden Länder befinden. 

Es gibt viele Rastplätze um die tolle Aussicht zu genießen und wir fahren lange Zeit auf einer Landstraße direkt am Berg entlang. Mittag machen wir bei einer sehenswerten Burg, welche direkt an die Felswand gebaut wurde. 

Leider sind wir beiden heute kleine Trotteltiere! 
Philipp stürzt auf der Straße, da der Seitenwind ihn davon abbrachte. Bilanz dessen ist eine kaputte Radtasche, sodass diese nunmehr nur noch mäßig hält (solange wenig Hubbel im Boden sind), zudem fehlt eine Schraube zwischen Schutzblech und Lowrider, sodass dieser so wackelt das man nicht fahren kann. 
Wir improvisieren und nehmen eine Lenkerschraube die passt als Ersatz. Zeitverlust dadurch 45 Minuten!
Kurz danach find es auch noch stark an zu regnen, aber dank unserer Regenklamotten können wir das ja ab. Generell ist Regen im Gegensatz zu Wind und ähnlichem nicht mehr so das große Thema.

Unser Weg führt uns direkt in das steile Tal durch über 20 Tunnel, welche in den Fels geschlagen wurden und in denen keine Lampen hingen. Ein bisschen gruselig, aber umso beeindruckender waren dadurch die zahlreichen Durchfahrten und anschließenden Aussichten.

Gegen 18.30 Uhr ist es dann soweit...
Wir erreichen Donji Milanovac, der Ort in dem wir die Donau verlassen werden. An der Tankstelle fragt Simon noch nach Gas, aber wieder kein Glück. 
Eine Abschiedscola am kleinen Dorfstrand, ein letztes Winken und wir folgen einem Flussarm ins Landesinnere. 
Wir suchen uns einen Schlafplatz, dann soll gekocht werden. Leider kommt es zum zweiten Trotteltiermoment. 
Simon hat die Gasflasche in der Tankstelle stehen lassen, als er dort mit den Leuten versuchte zu kommunizieren, die ihm andere Flaschen andrehen wollten. 
Somit hat sich unser warmes Essen auch erledigt. Aber das ist kein zu großes Problem, wir finden einen guten Umgang mit dem Verlust, improvisieren mit Brotzeit im Zelt und sehen der größeren Stadt (Zaječar) entgegen, die morgen Zwischenziel werden soll, um Ersatz zu beschaffen !
Um Sofia zu erreichen liegen jetzt die Berge mit ordentlich Höhenmetern vor uns. Wir freuen uns auf die neue Aufgabe und gehen entspannt schlafen. 












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