Same procedure as last year, Miss Sophie?...
...Same procedure as every year James!!
05.04
05.04
Wir werden von Regen und starkem Wind geweckt.
Eingemummelt bleiben wir liegen und erwarten unmögliches.
Es hört nicht auf. Also alles im Zelt erledigen. Während einer kurzen Regenpause packen wir das Zelt zusammen und nach einem Müsliriegel gehts los.
Auf dem Weg zurück zur Straße treffen wir den im letzten Post erwähnten Bauern der uns freundlich grüßt. Spitzentyp!!!
Die nächste Stadt heißt Vukovar. Dort ergattern wir eine Regenjacke für Simon, da er ohne aufgeschmissen wäre und kaufen durch Zufall bei der bestimmt besten Bäckerei unser Frühstück ein.
Die noch warmen Schokocroissants und das Baguette tun den Nerven gut.
Der Wind ist noch stärker geworden, weht abwechselnd als Gegen- und als Seitenwind. Waren es die letzten Tage noch 24 kmh sind es jetzt 30 kmh.
Ausserdem regnet es die erste Stunde komplett durch und die Straßen sind hügelig mit bis zu 7 % Steigung und Gefälle. Zum Kotzen!!
Die Laune senkt sich schnell wieder gen mäßigen Level aber nach ein wenig Rumgemecker aneinander, an uns selbst und am Universum passt es wieder und wir werden stoisch.
Und schwupp sind wir auch schon wieder an der kroatisch-serbischen Grenze, also nur ein kurzes Intermezzo in Hrvatska.
Business as usual an der Grenzkontrolle und weiter in Serbien.
Zum Glück ist es hier fast komplett flach.
Nächstes Etappenziel ist Novi Sad, die größere Stadt vor Belgrad.
Allerdings haben wir kompletten Seitenwind, ein Windschattenfahren ist nicht möglich und zermürbt den Schädel.
Kurz vor Novi Sad dann urplötzlich die große Freiheit, denn wir bekommen Rückenwind. Die letzten 10 km bis in die Stadt fliegen wir mit 30-35 kmh dahin und lachen wie kleine Kinder.
In Novi Sad angekommen suchen wir ein Cafe mit Internetzugang (Roaminggebühren wir verfluchen euch) und finden eines direkt in der Shopping-Mall der Stadt.
Hostel für Belgrad wird direkt gebucht und dann gehts nach ausgedehnter Pause im Warmen weiter um ausserhalb von Novi Sad einen Schlafplatz zu finden.
Immerhin hat der Regen aufgehört und so starten wir erfreut los.
Wir mussten den Fluss überqueren und kamen am wunderschön ausgeleuchteten Burgberg von Novi Sad vorbei. Hoch am anderen Flussufer, direkt über der Donau gelegen begleitete er uns bis hinüber ans andere Ufer. Dieser Ausblick hat den Tag entschädigt!
Noch vier weitere Kilometer, dann hatten wir es erneut geschafft und konnten unser Zelt halbwegs abgeschieden an einem Wäldchen aufschlagen.
Alles stand, wir waren gerade fertig mit dem Essen als es wieder zu tröpfeln begann.
Wir huschten ins Zelt und lauschten noch ein wenig den Tropfen auf unserer Zeltplane, glücklich darüber im Trockenen zu liegen.

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