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Endlich angekommen!

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25.04 Unser unerwartet idyllisches Nachtlager verlassen wir diesen morgen etwas früher als die letzten Tage, denn wir haben eine lange, und gleichzeitig unsere letzte Etappe vor uns. Wir schwingen uns auf die Räder und halten wenig später bei einer Bäckerei an. Mit wunderbarem Meerblick verdrücken wir ein bisschen Börek und beschweren uns über unsere Unfähigkeit so viel zu essen wie wir gewohnt sind. Der Weg nach Istanbul erfolgt wie schon die letzten Tage auf dem Seitenstreifen einer sehr großen Straße / Autobahn. Als diese dann wirklich zu einer Autobahn wird und der Seitenstreifen verschwindet sind wir gezwungen auf kleinere Straßen durch die Orte auszuweichen. Diese sind zwar etwas abwechslungsreicher aber in diesem Teil der Küste sehr steil und so mühen wir uns teilweise ziemlich ab. Nach bereits anstrengender Fahrt erreichen wir schließen die große Halbinsel hinter Büyükçekmece. Hier erklimmen wir einen der längsten und steilsten Aufstiege unserer Tour um durch die ...

Täglich grüßt das Murmelt...

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24.04  ...wohl eher unsere Mägen! Die Nacht war wärmer als gedacht, es ist sonniger, nicht mehr so bewölkt und während wir zusammenpacken ziehen die Hirten mit ihren Schafherden aus der kleinen Stadt Kadiköy wieder hinaus und direkt an unserem Zeltplatz vorbei.  Weitere 100 km gilt es zu schaffen, zudem wollen wir die erste türkische Stadt am Meer auf unserer Route durchfahren: Tekirdag! Dort hoffen wir ebenfalls Internet zu finden.  Die Strecke bis Tekirdag ist ein einziges 60 km langes hügeliges Etwas auf immer der gleichen Autobahn mit der immergleichen Landschadt hinter deren Hügelkuppen bereits die nächste in Sicht ist... etwas ermüdend dieses ständige schnelle Abfahren und schneckengleiches Gekrieche am Berg. Aber wir schaffen es! Zwischendurch machen wir Pause an einer Tankstelle und essen etwas kleines, nämlich unseren ersten Börek in der Türkei.  Was uns jedoch auffällt ist die Freundlichkeit und der entgegengebrachte Respekt der anderen...

„Heute guckt keiner mehr!“

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23.04 Wir wachen von Meeresrauschen auf, allerdings passt das Wetter nicht zu dem schönen Geräusch. Es ist kühl, aber nicht unangenehm, leider aber bewölkt und diesig.  Trotzdem sind wir gefangen von dem Blick direkt auf das Wasser und der kleinen dünenartigen Erhebung davor. Könnte auch irgendwie Rügen sein.  Allerdings ist es sehr vermüllt am Mittelmeer, uns wird schmerzlich bewusst wie unachtsam wir Menschen mit unserer Umwelt umgehen.  Für unsere Etappe steht heute wieder ein Grenzübergang an, denn heute geht es in die Türkei!  Wir lassen Alexandroupoli schnell hinter uns und sind schon bald kurz vor dem Grenzübergang bei Ipsala. In dem kleinen Ort davor müssen wir wegen unseren Mägen Pause machen und halten an einem kleinen Supermarkt, um unsere Vorräte aufzufüllen.  Die Frau des Hauses spricht gutes Deutsch und auch ihr Mann kann es einigermaßen, jedenfalls ist er in Unterhaltungslaune. Wir erfahren seine Meinung zu Smartphones, dass er i...

Auf den Spuren von Odysseus

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22.04 Täglich grüßt der flaue Magen. Nach einer Nacht voller Herumgewälze und Magengrummeln stehen wir verpennt wieder auf der Straße und nehmen die heutige Strecke in Angriff.  Wir sind ganz nah am Meer, sehen es aber im Moment nicht. Überall nur Felder, Traktoren, hier und da ein Gehöft. Sieht aber eigentlich ganz nett aus und die Sonne lässt einen guten Tag erhoffen. Erstmal geht es weiter auf eine kleine Berg- und Talfahrt auf kaum befahrenen Sträßchen, bis wir nach circa 15km kurz vor Imeros aufgehalten werden. Ein rotes Schild verheißt nichts Gutes und in der Tat sieht man nun hinter der Kuppe den Grund: Die Straße ist von einem 10 Meter breiten Fluss unerflutet, yay! Sieht nicht super tief aus, aber dafür relativ schnell das Wasser. Ein Traktor macht sich gerade vor unseren kritischen Augen bereit hindurch zu fahren, als ein Grieche uns aus seinem PKW anhupt. Er kommt aus dem Seitenweg und gibt uns zu verstehen wir sollten auf jeden Fall auch den ausgeschilderten Umweg...

Ebbe und das erste Bad

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21.04 Wir wachen auf mit spitzen Energie... nicht!  Unseren Mägen geht es nicht besser, trotzdem wird weitergefahren. Wir packen alles zusammen, machen noch ein kleines Frühstück und warten auf die Vermieterin für den Checkout. Gegen 11:45 Uhr ist es soweit und wir setzen uns auf die Räder.  70 km ist anhand unseres Zustands erstmal die Deadline für heute.  Wir versuchen durchzufahren, machen nur kleine Pausen, unsere Mägen beschäftigen uns noch sehr. Essen tun wir fast nichts. Als nächstes fällt uns auf, dass wir unser gekühltes Essen, u.a. Hackfleisch, im Appartement vergessen hatten. Glücklicherweise fanden wir in einem kleinen Ort einen winzigen Supermarkt der trotz des Ostersonntags geöffnet hatte. Nach dem Einkauf und einer Cola ging es wieder los.  Kurz darauf werden wir nach einer Ampel von einem Rennfahrer überholt, welcher uns Energiegelpäckchen schenkte und dann direkt weitersauste. Generell lieben wir die Fahrradcommunity für ihre Offen...

Vielleicht sind 20qm...

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20.04 ...zum Träumen zu klein.  (©️Casper) Nun ist es passiert. Der Tag beginnt für Philipp nachts um 1:30 Uhr. Das Bauchgrummeln hat Wort gehalten und so wiederholt sich Krems. Nur mit richtiger Toilette...  Simon schläft durch, doch auch ihm geht es am Morgen schlecht. Wir haben Magen- und Gliederschmerzen, Kopfweh und Durchfall. Ein Cocktail an Nervigkeiten. Wir machen die gemeinsam geteilte Vorspeise vom Vorabend als Ursache aus, viel mehr reden wir nicht. Und viel mehr machen wir auch nicht. Unser Pausentag besteht aus liegen im abgedunkelten Zimmer und mit sich selbst fertigwerden.  Erst gegen Abend zwingen wir uns zu einem Einkauf, da es morgen weitergehen soll aber sonntags keine Märkte offenhaben müssen wir dies noch erledigen.  Anschließend holen wir Pizza, allerdings schafft keiner von uns mehr als eine Halbe ... das zeigt ungefähr wie es um uns bestellt ist.  Kurz danach legen wir uns schlafen, um hoffentlich morgen wieder fi...

Simon und Philipp wollen Meer!

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19.04 Heute ist ein entspannter Tag, wir lassen uns Zeit mit dem Aufstehen, die Sonne scheint und die 30km nach Kavala rauschen an uns vorbei. Gestern wie heute begleitet uns der Ausblick auf den Pangaion, welchen wir ob seiner Höhe umfahren müssen. Die schneebedeckten Gipfel so nah am Meer sind auf jeden Fall ein Hingucker!  Kurz vor dem Meer müssen wir dann doch nochmal eine beachtliche Steigung bezwingen und dann ist es geschafft: Das Meer liegt vor uns! Überglücklich machen wir uns an die Abfahrt nach Kavala und halten nur für ein paar Fotos kurz an während wir freudestrahlend die Straßen hinuntersausen. Unten angekommen werden wir von Palmen und Sonne begrüßt. Wir fahren durch den Hafen am Wasser entlang und setzen uns direkt unterhalb der auf einer Halbinsel liegenden Burg in ein Café. Hier bleiben wir ein bisschen und klären, was denn jetzt eigentlich unser weiterer Plan ist. Wir wollen ja einen Tag Pause machen, aber hier oder woanders? Ein  Blick auf die L...

Der mit den Hunden brüllt

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18.04  Zum ersten Mal werden wir von Muhen und Glockengeläut geweckt, als wir schließlich aus dem Zelt krabbeln sehen wir Kühe auf der anderen Seite des Flusses. Wir hätten schwören können die Geräusche wären von viel näher gekommen. Wir packen zusammen und starten die Navigation. Der Weg den Komoot vorschlägt ist allerdings eine holprige Schotterpiste, also drehen wir um und fahren zurück auf die Hauptstraße. Das Wetter ist nicht so heiß wie die letzten Tage, die Landschaft ist immer noch so schön und abwechslungsreich wie zuvor.  Wir sind im Redemodus, führen eine einstündige Diskussion über Religion und Kapitalismus (weil wir zwei solche Experten sind...) und so erreichen wirschnell  Serres, die erste größere griechische Stadt nach der Grenze.  Dort wird sich in die Fußgängerzone gesetzt und lecker gegessen. Wir kommen uns ulkig vor denn ansonsten sind nur sehr stylisch angezogene Menschen in diesem Cafe... und wir!  Das Essen war super, die Be...

Hellas und das große Muhen

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17.04  Die Nacht war kalt, dennoch ist es kein schweres Aufstehen denn heute steht der Grenzübergang nach Griechenland auf dem Programm. Wir starten erst gegen 11:30 weil es zu schön ist im sich aufheizenden Zelt etwas aufzuwärmen. Als wir uns schließlich aufraffen bewundern wir erneut das tolle Panorama direkt vor unserer Haustür. Schon im nächsten Moment hat uns die Arbeit jedoch wieder denn nach gestern ist nun auch noch Simons Vorderreifen Uhr Nacht platt geworden. Nach 20 Minuten ist der geflickte Reifen wieder einsatzbereit und wir schieben die Fahrräder den Schotterweg zur Straße hinauf. Hierbei fallen uns Leute auf, die im nahegelegenen Fluss scheinbar auf Goldsuche oder ähnlichem sind, jedenfalls haben sie die klassischen flachen Siebe dabei und stehen damit im Fluss.  Auch heute ist der Wind mit uns, es geht viel bergab, die Böen schieben uns zudem gut an. Zu unserer Linken erstreckt sich der Nationalpark mit seinen schneebedeckten Bergen, die Sonne lach...